Twitter jetzt mit Werbe-API – aber nur für Partner

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Wie Twitter heute im seinem Advertising Blog bekannt gegeben hat, ist es ab sofort möglich über eine API-Schnittstelle Werbung im Microblogging-Dienst zu schalten. Zum Start trägt das neue Projekt noch den Status „beta“ und ist nur über die Tools fünf verschiedener Anbieter zugänglich.
Twitter selbst sucht bereits nach weiteren Partner – richtig interessant für die Breite Masse wird die neue Möglichkeit Werbung zu schalten allerdings erst, wenn eine eigene Plattform à la Facebook aufgesetzt wird.

Twitter selbst gibt sich, was die Möglichkeiten der API angeht, noch etwas verschlossen:

With the Ads API, marketers now have more tools in their arsenal to help them deliver the right message, to the right audience, on the desktop and on mobile devices — all at scale.

Klar – die Möglichkeiten, Werbung exakt zu targeten, sind sehr eingeschränkt; Gut und logisch: Die Werbung auf mobile Ziele ausrichten zu können. Mal kurz überlegen… folgende Merkmal könnten für die zielgruppengerechte Auslieferung von Werbung interessant sein:

  • Standort/Geotag
  • Sprache
  • Angaben/Wörter in der Bio

Das war es aber auch schon… Die API, bzw. eine nachfolgende twittereigene Werbeplattform, ist der bislang vielversprechendste Ansatz, um Twitter auch für Werbetreibende attraktiv zu machen. Lokale Werbung auszuliefern dürfte insbesondere für Einzelhändler eine spannende Sache sein.
Insgesamt ist der neue Versuch die Plattform zu monetarisieren für mich trotzdem nicht vielversprechend und bislang nur für einige wenige Premiummarken interessant. Die Kommunikationskultur in Twitter würde Werbung nicht kritiklos aufnehmen – letztlich fehlt auch einfach der Platz, um Werbung unaufdringlich zu platzieren.
Für Marken ist es unter Marketingaspekten wahrscheinlich immer noch am erfolgreichsten, Twitter weiterhin als Service und Informationskanal zu nutzen und damit einen qualitativen und kommunikationsgetriebenen Followeraufbau zu betreiben. Letztlich ist hier – wie in Facebook – die Followerzahl kein wirkliches Erfolgskriterium. Die Anzahl der @mentions und RTs schon eher.

Trotzdem – ich bin gespannt, wie sich die Plattform weiterentwickeln wird.

Title pic by wetterfraser, flickr, (CC BY-NC-ND 2.0)

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